Aerospace · Forschung und Entwicklung
Unsere Satelliten fliegen mit dem Wind.
Höhenballone tragen unsere Elektronik bis in 38 km Höhe und in Tagen über ganze Kontinente, für einen Bruchteil der Kosten eines Satelliten. Tracker, Funk, Kameras und Bodenstationen entwickeln wir selbst.
Satelliten für wenig Geld
Ein Höhenballon ist ein Satellit, der wenig kostet und schnell dort ist, wo er gebraucht wird.
Er startet in Stunden statt in Jahren, zieht mit dem Höhenwind über Länder und Meere und sammelt Daten, wo sonst keine Technik hinkommt. Was er misst und sieht, kommt ausschliesslich per Funk zur Erde.
Diese Erfahrung bringen wir in Kundenprojekte: stromsparende Elektronik, Sensoren, Funk und Software, die Daten zuverlässig empfängt und auswertet. Hardware und Steuerungen →

AURA in 38 km Höhe
Bilder aus der Stratosphäre, per Funk zur Erde.
Gebaut für dort oben
Darauf sind wir stolz: Elektronik, die dort oben ganz allein zurechtkommt. Jeder Flug ist ein Härtetest, den wir nicht wiederholen können.
Kälte
Die Elektronik startet und sendet bei Temperaturen weit unter null.
Dünne Luft
Kaum Kühlung, grosse Unterschiede zwischen Sonne und Schatten. Jedes Bauteil muss das aushalten.
Ungefilterte Sonne
Über den Wolken trifft die Strahlung ungebremst auf Gehäuse, Kabel und Platinen.
Energie von oben
Die WSPR-Tracker leben vom Solarstrom, Tag für Tag, über Wochen.
Jedes Gramm zählt
Was nicht zwingend nötig ist, fliegt nicht mit. Leicht und trotzdem stabil, das ist die eigentliche Kunst.
Kein zweiter Versuch
Nach dem Start greift niemand mehr ein. Jede Lötstelle, jede Antenne und jede Zeile Firmware muss vorher stimmen.
Zwei eigene Systeme
Kurzwelle über die Ionosphäre
WSPR-Tracker
Ein Raspberry Pi Pico (RP2040) mit GPS und Temperatursensor, betrieben mit Solarstrom. Er sendet mit wenigen Milliwatt auf Kurzwelle, im 20- und im 10-Meter-Band.
Die Signale werden an der Ionosphäre, in mehreren hundert Kilometern Höhe, zur Erde zurückgeworfen und springen so über Tausende Kilometer. Empfangsstationen auf der ganzen Welt melden, was sie hören: Position, Höhe und Temperatur des Ballons.
Die Tracker fliegen in 10 bis 12 km Höhe mit dem Höhenwind, über Wochen und über Kontinente.
- RP2040
- pico-WSPRer
- GPS ATGM336H
- DS18B20
- 20 m und 10 m
- Solar
Atmospheric Upper Altitude Recon Asset
AURA
Unser Kamerasystem für grosse Höhen. Eine Kamera nimmt Bilder auf, ein LoRa-Funkmodul sendet sie auf 433 MHz zur Bodenstation, GPS liefert die Position.
Die Software für Nutzlast, Bodenstation und Auswertung am PC entwickeln wir selbst. Der bisher höchste Flug führte auf 38 km, mitten in die Stratosphäre.
- OV5640
- LoRa RFM96W
- 433 MHz
- GPS
- CircuitPython
Arktis-Projekt
Als Nächstes bringen wir eine Sonde per Ballon zum Nordpol.
Dort wird sie abgesetzt und funkt weiter: Messwerte aus dem ewigen Eis, über die Ionosphäre Tausende Kilometer weit nach Hause. Für uns ist das der nächste Härtetest für Elektronik, Energie und Funk, unter Bedingungen, wie sie härter kaum sein könnten.
- ZielNordpol
- TransportHöhenballon
- Am ZielSonde wird abgesetzt
- Datenper Kurzwelle über die Ionosphäre
- ZweckTest unter extremen Bedingungen
Wofür sich diese Technik einsetzen lässt
Was wir für unsere Ballone entwickeln, lässt sich für viele Aufgaben am Boden und in der Luft einsetzen.
Daten aus der Atmosphäre
Temperatur, Druck, Feuchte und weitere Messwerte dort erfassen, wo keine feste Station steht. Für Forschung, Wetter- und Klimaprojekte.
Tiersender empfangen
Ein Ballon in grosser Höhe hört weit. Er kann die Signale von Sendern an Wildtieren über grosse Gebiete auffangen und weitergeben, auch dort, wo am Boden keine Empfangsstation steht.
Sensoren ohne Mobilfunk
LoRa überträgt Messwerte kilometerweit mit sehr wenig Strom. Für Orte ohne Mobilfunk: Pegel, Hütten, Baustellen und Anlagen in den Alpen.
Funk entwickeln und testen
Antennen, Reichweite und Übertragungsverfahren unter echten Bedingungen prüfen, von LoRa bis Kurzwelle.
Bilder aus der Stratosphäre
Aufnahmen aus bis zu 38 km Höhe für Forschung, Bildung, Medien und Werbung.
Bauteile unter Extrembedingungen
Elektronik und Material bei Kälte und Unterdruck prüfen, unter Bedingungen, die dem Weltraum nahekommen.
Sicherheit und Verteidigung
Dieselbe Technik interessiert auch Einsatzkräfte, Behörden und Armeen: Verbindungen dort, wo keine sind, und ein Auge auf Signale, denen man nicht trauen kann.
Funkrelais in der Höhe
Aus grosser Höhe reicht die Sicht über Hunderte Kilometer. Als fliegender Repeater kann ein Ballon Funkverbindungen über Berge und Täler verlängern, dort, wo am Boden keine Verbindung möglich ist.
GPS-Störungen erkennen
GPS-Empfänger in der Höhe als Sensornetz: Störungen und gefälschte Satellitensignale, sogenanntes Spoofing, erkennen und melden, über grosse Gebiete hinweg.
In Stunden einsatzbereit
Ohne Startrampe und ohne Satellitenvertrag. Ein Ballon ist in Stunden in der Luft, für Lagen, in denen es schnell gehen muss.
Einzelheiten besprechen wir im persönlichen Gespräch.
Meilensteine
- Erreicht
AURA auf 38 km
Bilder aus der Stratosphäre, per Funk zur Bodenstation übertragen.
- Läuft gerade
Weltumrundung
Die erste Weltumrundung eines eigenen WSPR-Trackers ist in Arbeit, empfangen von Stationen rund um den Globus.
- Als Nächstes
Arktis-Projekt
Eine Sonde, per Ballon zum Nordpol gebracht und dort abgesetzt, die von dort weiter funkt.
- Ziel
Ein weltweites Netz
Viele eigene Sender gleichzeitig in der Luft und eine solide Infrastruktur am Boden, die ihre Daten zuverlässig empfängt.