Aerospace · Forschung und Entwicklung

Unsere Satelliten fliegen mit dem Wind.

Höhenballone tragen unsere Elektronik bis in 38 km Höhe und in Tagen über ganze Kontinente, für einen Bruchteil der Kosten eines Satelliten. Tracker, Funk, Kameras und Bodenstationen entwickeln wir selbst.

Satelliten für wenig Geld

38 kmHöchster Flug mit AURA
2Eigene Systeme
433 MHzBilder per LoRa-Funk
WeltweitEmpfang der WSPR-Signale

Ein Höhenballon ist ein Satellit, der wenig kostet und schnell dort ist, wo er gebraucht wird.

Er startet in Stunden statt in Jahren, zieht mit dem Höhenwind über Länder und Meere und sammelt Daten, wo sonst keine Technik hinkommt. Was er misst und sieht, kommt ausschliesslich per Funk zur Erde.

Diese Erfahrung bringen wir in Kundenprojekte: stromsparende Elektronik, Sensoren, Funk und Software, die Daten zuverlässig empfängt und auswertet. Hardware und Steuerungen →

Nutzlast von AURA auf der Werkbank: Platine mit Kamera, LoRa-Funkmodul, Akku und ein Holzstab mit Antenne.
Die Nutzlast von AURA auf der Werkbank.
Aufnahme von AURA aus 38 km Höhe: Wolken, der Horizont und die Sonne über einem dunklen Himmel.

AURA in 38 km Höhe

Bilder aus der Stratosphäre, per Funk zur Erde.

Gebaut für dort oben

Darauf sind wir stolz: Elektronik, die dort oben ganz allein zurechtkommt. Jeder Flug ist ein Härtetest, den wir nicht wiederholen können.

Kälte

Die Elektronik startet und sendet bei Temperaturen weit unter null.

Dünne Luft

Kaum Kühlung, grosse Unterschiede zwischen Sonne und Schatten. Jedes Bauteil muss das aushalten.

Ungefilterte Sonne

Über den Wolken trifft die Strahlung ungebremst auf Gehäuse, Kabel und Platinen.

Energie von oben

Die WSPR-Tracker leben vom Solarstrom, Tag für Tag, über Wochen.

Jedes Gramm zählt

Was nicht zwingend nötig ist, fliegt nicht mit. Leicht und trotzdem stabil, das ist die eigentliche Kunst.

Kein zweiter Versuch

Nach dem Start greift niemand mehr ein. Jede Lötstelle, jede Antenne und jede Zeile Firmware muss vorher stimmen.

Zwei eigene Systeme

Kurzwelle über die Ionosphäre

WSPR-Tracker

Ein Raspberry Pi Pico (RP2040) mit GPS und Temperatursensor, betrieben mit Solarstrom. Er sendet mit wenigen Milliwatt auf Kurzwelle, im 20- und im 10-Meter-Band.

Die Signale werden an der Ionosphäre, in mehreren hundert Kilometern Höhe, zur Erde zurückgeworfen und springen so über Tausende Kilometer. Empfangsstationen auf der ganzen Welt melden, was sie hören: Position, Höhe und Temperatur des Ballons.

Die Tracker fliegen in 10 bis 12 km Höhe mit dem Höhenwind, über Wochen und über Kontinente.

  • RP2040
  • pico-WSPRer
  • GPS ATGM336H
  • DS18B20
  • 20 m und 10 m
  • Solar

Atmospheric Upper Altitude Recon Asset

AURA

Unser Kamerasystem für grosse Höhen. Eine Kamera nimmt Bilder auf, ein LoRa-Funkmodul sendet sie auf 433 MHz zur Bodenstation, GPS liefert die Position.

Die Software für Nutzlast, Bodenstation und Auswertung am PC entwickeln wir selbst. Der bisher höchste Flug führte auf 38 km, mitten in die Stratosphäre.

  • OV5640
  • LoRa RFM96W
  • 433 MHz
  • GPS
  • CircuitPython

Arktis-Projekt

Als Nächstes bringen wir eine Sonde per Ballon zum Nordpol.

Dort wird sie abgesetzt und funkt weiter: Messwerte aus dem ewigen Eis, über die Ionosphäre Tausende Kilometer weit nach Hause. Für uns ist das der nächste Härtetest für Elektronik, Energie und Funk, unter Bedingungen, wie sie härter kaum sein könnten.

  • ZielNordpol
  • TransportHöhenballon
  • Am ZielSonde wird abgesetzt
  • Datenper Kurzwelle über die Ionosphäre
  • ZweckTest unter extremen Bedingungen

Wofür sich diese Technik einsetzen lässt

Was wir für unsere Ballone entwickeln, lässt sich für viele Aufgaben am Boden und in der Luft einsetzen.

01

Daten aus der Atmosphäre

Temperatur, Druck, Feuchte und weitere Messwerte dort erfassen, wo keine feste Station steht. Für Forschung, Wetter- und Klimaprojekte.

02

Tiersender empfangen

Ein Ballon in grosser Höhe hört weit. Er kann die Signale von Sendern an Wildtieren über grosse Gebiete auffangen und weitergeben, auch dort, wo am Boden keine Empfangsstation steht.

03

Sensoren ohne Mobilfunk

LoRa überträgt Messwerte kilometerweit mit sehr wenig Strom. Für Orte ohne Mobilfunk: Pegel, Hütten, Baustellen und Anlagen in den Alpen.

04

Funk entwickeln und testen

Antennen, Reichweite und Übertragungsverfahren unter echten Bedingungen prüfen, von LoRa bis Kurzwelle.

05

Bilder aus der Stratosphäre

Aufnahmen aus bis zu 38 km Höhe für Forschung, Bildung, Medien und Werbung.

06

Bauteile unter Extrembedingungen

Elektronik und Material bei Kälte und Unterdruck prüfen, unter Bedingungen, die dem Weltraum nahekommen.

Sicherheit und Verteidigung

Dieselbe Technik interessiert auch Einsatzkräfte, Behörden und Armeen: Verbindungen dort, wo keine sind, und ein Auge auf Signale, denen man nicht trauen kann.

Funkrelais in der Höhe

Aus grosser Höhe reicht die Sicht über Hunderte Kilometer. Als fliegender Repeater kann ein Ballon Funkverbindungen über Berge und Täler verlängern, dort, wo am Boden keine Verbindung möglich ist.

GPS-Störungen erkennen

GPS-Empfänger in der Höhe als Sensornetz: Störungen und gefälschte Satellitensignale, sogenanntes Spoofing, erkennen und melden, über grosse Gebiete hinweg.

In Stunden einsatzbereit

Ohne Startrampe und ohne Satellitenvertrag. Ein Ballon ist in Stunden in der Luft, für Lagen, in denen es schnell gehen muss.

Einzelheiten besprechen wir im persönlichen Gespräch.

Meilensteine

  1. Erreicht

    AURA auf 38 km

    Bilder aus der Stratosphäre, per Funk zur Bodenstation übertragen.

  2. Läuft gerade

    Weltumrundung

    Die erste Weltumrundung eines eigenen WSPR-Trackers ist in Arbeit, empfangen von Stationen rund um den Globus.

  3. Als Nächstes

    Arktis-Projekt

    Eine Sonde, per Ballon zum Nordpol gebracht und dort abgesetzt, die von dort weiter funkt.

  4. Ziel

    Ein weltweites Netz

    Viele eigene Sender gleichzeitig in der Luft und eine solide Infrastruktur am Boden, die ihre Daten zuverlässig empfängt.

Nächster Schritt

Haben Sie eine Aufgabe für Elektronik, Funk oder Sensoren?

Beschreiben Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung und eine Offerte, ohne Folgekosten.